PAL (Phase Alternating Line) / PALplus

PAL (Phase Alternating Line) / PALplus

Verfahren für das analoge Farbfernsehen, entwickelt in der Bundesrepublik Deutschland, basiert auf dem US-amerikanischen NTSC-Verfahren, vermeidet aber die bei diesem Verfahren auftretenden Verfälschungen des Farbtons. PAL wird für das analoge Farbfernsehen in der Bundesrepublik seit dessen Einführung 1967 benutzt. Dies betrifft allerdings nur noch die Ausstrahlung über bestimmte Kabelnetze, da das Farbfernsehen in Deutschland über terrestrische Sendernetze und Satellit seit den 1990er Jahren bis 2012 vollständig digitalisiert und auf das Verfahren DVB umgestellt wurde.

PALplus

Anfang der 90er Jahre ist, nicht zuletzt im Institut für Rundfunktechnik, eine Verbesserung des PAL-Systems mit dem Namen PALplus erarbeitet worden, die zu einer Erhöhung der Bildqualität führte. Die Einführung von PALplus und – verbunden damit – des neuen Bildformats 16:9 begann mit der Internationalen Funkausstellung 1995. Sie wurde bis 1997 partiell durch ein Förderprogramm der EU unterstützt, das die Ausstrahlung von TV-Sendungen im Format 16:9 bezuschusste.

Inzwischen werden in der ARD alle Sendungen im 16:9-Format produziert. Auf Seiten der Zuschauer zwang PALplus zunächst nicht zur Anschaffung neuer Empfangsgeräte, da Sendungen in der weiterentwickelten Norm auch von herkömmlichen Farbfernsehern wiedergegeben werden. Auf Seiten der Rundfunkanstalten jedoch erforderte die Umstellung auf das neue Bildformat grundlegende Veränderungen in den Produktionsbetrieben.

Bei Neu- und Ersatzinvestitionen in ihrer Fernsehproduktion sorgten die ARD-Anstalten daher dafür, dass ihre Anlagen sowohl das neue Bildformat 16:9 als auch das bisherige 4:3-Format unterstützen.

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