70 Jahre ARD / Tom Buhrow: "Die ARD entwickelt sich so schnell und grundlegend weiter, wie sie es noch nie getan hat"

Die ARD-Gründungintendanten (v.l.: Friedrich Bischoff (SWF), Walter Geerdes (RB), Eberhard Beckmann (HR), Rudolf von Scholtz (BR), Dr. Fritz Eberhard (SDR), Generaldir. Dr. h. c., Adolf Grimme (NWDR)). | Bildquelle: Deutsches Rundfunkarchiv

ARD-Pressemeldung

70 Jahre ARD

Tom Buhrow: "Die ARD entwickelt sich so schnell und grundlegend weiter, wie sie es noch nie getan hat"

Am 9. Juni 1950 – vor genau 70 Jahren – haben sich sechs Radiosender zusammengetan, um eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen. Es war die Geburtsstunde der ARD. Sechs unabhängige Sender, darunter der Nordwestdeutsche, der Bayerische und der Hessische Rundfunk, legten den Grundstein für gemeinsame Programme und Sendungen. Dazu gehören inzwischen allen voran Das Erste und die Tagesschau, aber auch Angebote wie die ARD Mediathek und neue Projekte wie das gemeinsame Kulturangebot, das im Jahr 2021 an den Start gehen soll.

Buhrow: "Wir schauen vor allem nach vorne"

WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Tom Buhrow. | Bildquelle: WDR/Ben Knabe

"Wir blicken gerne auf die vergangenen Jahrzehnte zurück und sind stolz, ein Teil der bundesdeutschen Geschichte und der Menschen im Land zu sein", sagt ARD-Vorsitzender Tom Buhrow zum Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland. "Natürlich schauen wir im Jahr 2020 vor allem auch nach vorne. Die ARD entwickelt sich so schnell und grundlegend weiter, wie sie es noch nie getan hat." So werde die Kooperation zwischen den Landesrundfunkanstalten künftig noch zunehmen – bei gleichzeitiger Wahrung der regionalen Profile. "Dass das in so vielen Bereichen so gut klappt, zeigt, dass die Gründung der ARD vor 70 Jahren eine wichtige und richtige Entscheidung war. Sie bündelt unsere Stärken."

Coronakrise zeigt Bedeutung der ARD

Gerade die Verunsicherung der Gesellschaft in der Coronakrise hat gezeigt, wie aktuell die Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland nach wie vor ist. Als die Situation ja nach Region kaum vergleichbar war, war es wichtig, Medien vor Ort zu haben – eine Nähe, die sich in den regionalen Radioprogrammen und den Dritten zeigt, aber auch im Ersten und in der Tagesschau. "Die ARD hat in dieser Zeit zusammengehalten. Wir haben gemeinsam ein Programm gestemmt, wofür das Publikum uns extrem viel Zuspruch entgegenbringt" so Tom Buhrow. Dazu gehören unter anderem die Sondersendereihe ARD extra, das Schulfernsehen, virtuelle Kulturveranstaltungen und die Übertragung von Gottesdiensten – Angebote, die arbeitsteilig zwischen allen Landessendern entstanden sind.

Zusammenarbeit innerhalb der ARD

Die Zusammenarbeit innerhalb der ARD betrifft nicht nur das Programm, sondern auch Organisationsstrukturen. Dazu gehört zum Beispiel der gemeinsame Erwerb von fiktionalen Programminhalten über die Gemeinschaftseinrichtung Degeto, der Ankauf von Sportrechten über die Agentur SportA, die Zusammenarbeit bei bundespolitischer Berichterstattung im ARD-Hauptstadtstudio und die Organisation des gemeinsamen Deutschen Rundfunkarchivs. Auch die Programmdirektion von Das Erste und die Redaktion von Tagesschau und Tagesthemen, ARD aktuell, sind Gemeinschaftseinrichtungen, deren Gründung nur durch die Zusammenarbeit in der ARD möglich wurde.

Stand: 05.06.2020, 12.00 Uhr

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