Interview mit Sebastian Stuber und Hauke Potz

Live-Foto der Band "Station 17". | Bildquelle: Sebastien Cuvelier

Sebastian Stuber und Hauke Potz, Musiker der Band "Station 17"

"Man ist es oder nicht"

Die Band "Station 17" wurde 1989 als Projekt einer Wohngruppe von Menschen mit und ohne Behinderung gegründet und auch nach 25 Jahren gehen ihnen nicht die Ideen aus. Die Bandmitglieder Sebastian Stuber und Hauke berichten im ARD.de-Interview über ihre Erfahrungen mit der Toleranz.

ARD.de: Was ist für Dich Toleranz, Sebastian?

Sebastian Stuber: Wenn man jemanden nimmt, wie er ist.

Bei welcher Gelegenheit hast Du Dich zum letzten Mal tolerant gezeigt?

Sebastian: Bei Musik, die mir nicht so gut gefallen hat. Im Notfall hab ich noch meine Kopfhörer.

Wann warst Du das letzte Mal intolerant?

Sebastian: Als mein Arbeitskollege Schlager gehört hat.

Kann man Toleranz lernen?

Sebastian: Ich glaube nicht, entweder man ist es oder nicht.

Hauke Potz: Das sehe ich anders. Ich denke schon, dass sich Meinungen ändern können und dass dadurch Toleranz entstehen kann.

Wo fehlt es in unserer Gesellschaft besonders an Toleranz?

Sebastian: Im Umgang mit Menschen mit Behinderung. Auch Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle sollten mehr toleriert werden.

Was bedeutet Euch persönlich Euer Engagement bei "Station 17"?

Hauke: In erster Linie ist es mit Spaß verbunden. Allerdings ist die künstlerische Zusammenarbeit sehr inspirierend. In der Band sind wir zehn Charaktere, was mit zehn verschiedenen Musikgeschmäckern einhergeht. Dadurch entsteht etwas, was die einzelnen Personen allein nie geschafft hätten.

Sebastian: Find' ich auch.

Was ist das Beste, was einem Zuschauer bei einem Auftritt der Band passieren kann?

Sebastian: Ein gutes Konzert.

Sebastian Stuber und Hauke Potz von "Station 17". | Bildquelle: Hauke Potz

Das Interview führte Karola Kallweit.

Stand: 14.11.2014, 13.00 Uhr

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