Mehrwert für die Gesellschaft

Die ARD leistet deutschlandweit einen vielfältigen Beitrag zum Gemeinwohl, dem so genannten Public Value. Unsere Angebote unterstützen eine kulturell, sozial und politisch versierte und kompetente Gesellschaft, fördern Teilhabe und das menschliche Miteinander. Wir engagieren uns im Auftrag der Gemeinschaft für wichtige gesellschaftliche Themen und liefern einen relevanten Beitrag zu Integration und Inklusion in unserem Land. Das schaffen wir mit zahlreichen Programminhalten, aber auch mit dem steten Ausbau von barrierefreien Angeboten. Wir lassen niemanden zurück und betonen die Gleichwertigkeit aller Menschen.

Gesellschaftlicher Auftrag

Ein junges Mädchen neben einem Radiogerät (Bild: WDR /A.M.v.Treek)

Im Auftrag der Gesellschaft produziert die ARD für alle Menschen in Deutschland ein frei zugängliches und vielfältiges Programmangebot mit Inhalten in Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung. Um möglichst viele Menschen täglich zu erreichen richten sich unsere Angebote an unterschiedliche Alters- und Zielgruppen. Der Auftrag der ARD und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist in den Landesrundfunkgesetzen und im Rundfunkstaatsvertrag festgelegt, der von allen Landesparlamenten demokratisch beschlossen wurde. Er definiert auch die Zahl der Programme, die wesentlich zur Meinungs- und Medienvielfalt in Deutschland beitragen.

Auch Internet-Angebote gehören zum Auftrag

Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks umfasst ausdrücklich auch die Onlineangebote der ARD. Im Rahmen des so genannten dualen Systems stehen die öffentlich-rechtlichen Angebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie die der kommerziellen Veranstalter nebeneinander. Die ARD-Satzung regelt die Zusammenarbeit der Landesrundfunkanstalten und die Gestaltung des gemeinsamen Fernsehprogramms "Das Erste".

ARD-Leitlinien und -Berichte

In den Leitlinien für "Das Erste" und für die Telemedienangebote trifft die ARD grundlegende Aussagen zum Programm und beschreibt geplante Schwerpunkte für einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren. In einem nachfolgenden Bericht informiert die ARD die Öffentlichkeit über die Umsetzung der angekündigten Vorhaben. Einige Landesrundfunkanstalten legen ebenfalls eigene Geschäftsberichte vor.

Rundfunkbeitrag ist im Staatsvertrag verankert

Seit dem 1.1.2013 steht die solidarische Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch alle Bürger unter dem Motto "Eine Wohnung – ein Beitrag". Der Rundfunkbeitrag garantiert eine von wirtschaftlichen und politischen Interessen unabhängige Berichterstattung. In der 15. Novelle des Rundfunkstaatsvertrags sind die gesetzlichen Grundlagen dazu festgehalten.

Barrierefreie Angebote in der ARD

Barrierefreies Fernsehen für Hörgeschädigte mit Untertiteln (Bild: WDR /Annika Fußwinkel)

Für Menschen mit Behinderungen ist das Fernsehen das Hauptmedium für gesellschaftliche Teilhabe. Neben Informationen und Nachrichten werden auch Unterhaltungs- und Service-Sendungen gern gesehen, um mitreden zu können. Als gemeinwohlorientierter Rundfunk für alle ist es der ARD daher ein wichtiges Anliegen, ihre Fernseh-, Hörfunk- und Onlineangebote weitestgehend barrierefrei zu gestalten. mehr...

Das Image der Fernsehprogramme im Zeitvergleich

ARD-Trend 2009 bis 2018

Der ARD-Trend ist keine Quoten-Messung. Denn die "Quote" ist eine Momentaufnahme, die die Frage beantwortet, wie viele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Fernsehsendung eingeschaltet haben. Beim ARD-Trend geht es jedoch um die Bewertung des gesamten Programms durch die Zuschauer, also das Bild, das die Zuschauer vom jeweiligen Programm haben – kurz: um das Image. Zu den Fernsehprogrammen, die für den ARD-Trend abgefragt werden, gehören neben dem Ersten auch das ZDF und die Programme der großen Privatsender. Jedes Jahr steht damit aufs Neue das Image dieser Programme auf dem Prüfstand.

Vorgehensweise beim ARD-Trend

Einmal im Jahr führt das unabhängige Meinungsforschungsinstitut TNS Kantar im Auftrag der ARD eine Repräsentativbefragung durch, bei der 3.000 Menschen in Deutschland um ihre Meinung gebeten werden. Die Meinungsforscher wollen dabei wissen, wie es z. B. um die Informationsleistungen der Fernsehprogramme steht, für wie umfassend ihre Berichterstattung gehalten wird und wie die Nutzer die Informations-, Politik- und Talksendungen und z. B. die Korrespondenten beurteilen.

Hohe Zustimmungswerte für Das Erste

Diese Fragen hat TNS Infratest den rund 3.000 an der Umfrage beteiligten Menschen gestellt. Hier die Ergebnisse für den Zeitraum 2008 bis 2017:

"Welcher Sender bietet Ihrer Meinung nach insgesamt die qualitativ besten Programme an?"

Welcher Sender bietet Ihrer Meinung nach insgesamt die qualitativ besten Programme an? (Bild: ARD)

"Man kann ja über einen Sender verschiedene Dinge sagen. (...) Bitte sagen Sie uns, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen."

"Hier informiere ich mich zuerste, wenn etwas Wichtiges passiert"

Hier informiere ich mich zuerste, wenn etwas Wichtiges passiert (Bild: ARD)

"Hat sachkundige Korrespondenten/-innen"

Hat sachkundige Korrespondenten (Bild: ARD)

"Hat die besten Nachrichten"

Hat die besten Nachrichten (Bild: ARD)

"Hat die besten Politikmagazine und -reportagen"

Hat die besten Politikmagazine und -reportagen (Bild: ARD)

"Hat die besten politischen Talkshows"

Hat die besten politischen Talkshows (Bild: ARD)

Fakten zum ARD-Trend 2018

Methode: mündlich-persönlich (CAPI)
Befragungszeitraum: 7. November bis 10. Dezember 2018
Grundgesamtheit: deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren
Anzahl Interviews: 3.098
Institut: Kantar TNS, München

Qualitätssicherung und Erfolgsmessung

In allen neun Landesrundfunkanstalten der ARD sowie für das nationale Fernsehprogramm "Das Erste" gibt es Verfahren der Qualitätssicherung, der Qualitätsmessung und -steuerung. Kern unserer Qualitätssicherung in der ARD für die für jeden zugänglichen und frei empfangbaren Fernseh-, Radio- und Telemedienangebote ist die kontinuierliche und systematische Sicherung der publizistischen und gestalterischen Qualität der journalistischen Programme. Diese Qualität wird in ganz besonderem Maße durch die Redaktionen gestaltet, denn die Journalistinnen und Journalisten sowie Produktionsteams treffen täglich Entscheidungen über die Auswahl und die Gestaltung von Themen und Sendungen.

In den regelmäßigen Redaktionskonferenzen nehmen daher der Austausch und die Diskussion über unsere journalistische Qualität sowie ihre Evaluation einen wichtigen Stellenwert ein. Aber auch im Management der ARD-Gemeinschaftsprogramme und der ARD-Landesrundfunkanstalten spielen die Absicherung und Steuerung von qualitativ hochwertigen Angeboten eine entscheidende Rolle. 

Unsere Qualitätssicherung umfasst zudem eine Reihe von weiteren Maßnahmen: So gehört beispielsweise die Sicherstellung einer funktionsfähigen und an neue Medienentwicklungen angepassten Produktions- und Sendeinfrastruktur dazu. Auch die fundierte Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Mittel, die Qualität des Programms zu gestalten.

Neben der Qualitätssicherung gilt es auch, den Erfolg bzw. die Akzeptanz beim breiten Publikum abzusichern. Denn die Angebote der ARD, die als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch den Rundfunkbeitrag finanziert werden, erreichen einen großen Teil der Bevölkerung in Deutschland und finden Akzeptanz.

Um dem Management für die Messung von Qualität und Erfolg einheitliche und verlässliche Grundlagen zu geben, haben sich die verschiedenen Ebenen der ARD-Sender auf einheitliche Kriterien verständigt. Diese basieren – neben den aktuellen wissenschaftlichen Standards – auf dem Rundfunkstaatsvertrag bzw. den Staatsverträgen für die jeweiligen Landesrundfunkanstalten. Diese Kriterien kommen auch in der ARD-Selbstverpflichtung für "Das Erste", dem Gemeinschaftsprogramm der ARD, und für die ARD-Mediathek zum Ausdruck.

Bericht und Selbstverpflichtung sind auf Basis der Zusammenarbeit von ARD-Programmdirektion und ARD Online auch in engem Dialog mit den Gremien entstanden. Ihre Erstellung ist vom Gesetzgeber gemäß § 31 (2) Medienstaatsvertrag alle zwei Jahre gefordert.

Beispielmodelle für Qualitäts- und Erfolgsmessung

Wir in der ARD berücksichtigen unterschiedliche Perspektiven für die Betrachtung journalistischer Qualität:
  • Die Perspektive der Redaktion bzw. der Medienproduktion: Hier spielen journalistische Berufsnormen und -standards sowie (vor allem gestalteri­sche) Vorgaben für technische Verbreitungsformen eine Rolle. So hat zum Beispiel ein Beitrag für das Fernsehen andere Gestaltungsanforderungen als ein Beitrag für das Radio oder für Onli­nemedien bzw. Social-Media-Plattformen.
  • Die ökonomische Perspektive einer Medienproduktion: Hier geht es darum, wieviel in­haltliche und gestalterische Qualität mit einem bestimmten Budget erreicht werden kann.
  • Die Perspektive des Publikums (Individual Value): Hierbei werden die Bürgerinnen und Bürger mit ihren individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen betrachtet.
  • Die Perspektive der Gesellschaft: Gemeint ist, was Bürgerinnen und Bürger für eine funktionierende Gesellschaft als wichtig erachten (Citizen Value). Im Blick sind darüber hinaus auch die Interessen gesellschaftlicher Gruppen und Verbände sowie der gewählten politischen Vertreterinnen und Vertreter, welche unter anderem medienpolitische Entscheidungen treffen.
  • Die Expertenperspektive: Gemeint sind hier Personen, die ihr fachliches Wissen einbringen, wie Programmmacher/innen, Medienkritiker/innen, Mitglieder in Jurys für Medienpreise oder über Medien forschende Wissenschaftler/innen. Solche fachlich versierten Medienexperten/innen können auch Gutachter- oder Beraterfunktionen für Medienorganisationen oder für die Medienpolitik übernehmen.

4.11.2022